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Angezählt.

19. Mai 2009

Na dann warten wir mal ab, was am 25.05.2009 passieren wird …

Von hier nach da.

13. Mai 2009

So siehts aus: Ich sitze in meiner leeren Wohnung in Offenbach praktisch auf gepackten Kisten. Die Bilder sind abgehängt, die Schränke leer geräumt. So richtig gemütlich ist es hier nicht mehr. Es hallt, es riecht anders. Nach Farbe und Staub. Wenigstens weiß ich nun so ziemlich wohin die Reise geht.

Rückblick Heute: Als ich fertig mit der Mail war, habe ich noch eine ganze Weile überlegt. Soll ich das so abschicken? Ist das zu kurz … zu lang? Dann hab ich schnell auf senden geklickt und bin erstmal eine Suppe essen gegangen. Ich mag Abschiede nicht, und heute war mein vorerst letzter Tag in der Agentur. Meine eigentlich Abschiedsfeier hab ich mutwillig platzen lassen. Das ist jetzt knapp zweieinhalb Monate her. Damals hat man mir eine Karte gemacht, ein Geschenk besorgt, es sollten kleine Reden gehalten werden. Alles war so gut vorbereitet - alles außer mir. Ich mag kein TamTam um meine Person. Diese Art von Streicheleinheiten hole ich mir dann, wenn ich sie brauche. Bekomme ich sie, wenn mir nicht danach ist, könnte man mich genauso gut verprügeln. Der Unterschied wäre für mich gering. So blieb mir nur die Flucht - und die Feier wurde zehn Minuten zuvor abgesagt. Nicht von mir, ich war ja schon weg. Danach habe ich mit allen Beteiligten gesprochen und mich auch entschuldigt. Aber es ging nunmal nicht anders. Mein CD hat sich dann zu einer letzten Lehrstunde hinreißen lassen. Es wäre mein Job gewesen das durchzuziehen. Alle seien sehr sehr enttäuscht von mir. Das ich mit “allen” ein Bier getrunken, oder es zumindest persönlich geklärt habe, wusste er natürlich nicht. Wie auch, wenn man keinen wirklichen Kontakt zu seinen Angestellten hat? Ich habs mir angehört und dabei vorgestellt wie er wohl mit seinen Kinder spricht. Als ich bei der Vorstellung einen Klos im Hals bekam, habe ich das Gespräch beendet. Geht mich nichts an. Danke, tschüss.

Nach der Suppe hatten ein paar Kollegen auf die Mail geantwortet, den meisten habe ich dann die Hand geschüttelt, alles gute gewünscht und das wars. Diesmal gabs keine Karte für den undankbaren Arsch (ich). Aber zwei Kolleginnen haben mir ein kleines Geschenk gemacht. Hat mich gefreut, und ich war zufrieden mit meiner Lösung des Problems.

Soweit so gut. Der Mietvertrag und die dazugehörige Wohnung liegen mir vor. Nun heißt es offensichtlich erstmal zurück nach Rüsselsheim. Die Wohnung ist klein und fein, ich kann ins Büro radeln, und habe die Wahl zwischen 15 Friseuren und 30 Dönerläden. Mal eben zum Sushi latschen, bei Subway ein Sandwich essen, oder Abends von Kneipe zu Kneipe ziehen geht da zwar nicht wirklich, aber manche Veränderungen sind eben mit Abstrichen verbunden. Was soll also die Jammerei?

“Der Glaube an sich selbst und die eigene Kraft als Triebfeder für Veränderungen.”

Schöner Satz. Hab ich mal gelesen.

Beruflich muss ich mich noch umgewöhnen. Wo bisher 2–6 Meetings stattfanden ist jetzt surfen und lesen angesagt. Wo Gesprächsberichte und Protokolle scheinbar lebensnotwendig waren, reicht zuhören momentan schon aus. Wo Kampagnen besprochen wurden, werden jetzt Flyer angedacht. Und wieder verworfen. Zu teuer. Aber was solls. Die Kontakte sind da, der Glaube an sich selbst irgendwie auch. Was kann da schon schief gehen? Ich habe sogar alle Zeitschriften-Abonnements gekündigt! Keine Page mehr. Keine Novum, keine design report, keine form. Sogar die Tageszeitung erhalte ich nicht mehr. Weniger ist mehr. Nur kein Risiko in diesen harten Zeiten. Gähn.

Und sonst? Tja, wenn ich das wüsste …

Wechsel.

19. April 2009

16. Minute: Mit Frankfurtfans Spiele zu sehen, zeigt schnell, worum es derzeit bei der Eintracht geht. Als Meier einen Schuss aufs Dach des Commerzbank-Towers in der Frankfurter Innenstadt platziert, platzt es aus den sonst eher stillen Zeitgenossen heraus: »Und so jemand spielt an stelle von Caaaaaaiiiooooooo!«. Für alle Nicht-Frankfurter: Caio ist für die eine Hälfte so etwas wie Neo in Matrix, für die andere Hälfte so etwas wie Ralph Wiggum in Die Simpsons.

Aus: Grobgeklopftes von Faßbender